Bau eines Asien-Geheges: Erstmals Nashörner im Opel-Zoo

Dickhäuter leben nicht nur in Afrika. Prominenten Zuwachs dieser Tiergruppe erwartet der Opel-Zoo in drei Jahren. Dann sollen Panzernashörner die Stars eines neuen Zooteils werden, der dem Kontinent Asien gewidmet ist. Schabrackentapire, Kurzkrallenotter und Affen der größten Gibbonart gehören ebenfalls zu den Kronberger Neubürgern. Hirschziegenantilopen und Prinz-Alfred-Hirsche werden hier schon jetzt gehalten. Sie vervollständigen die Bewohnerschaft des 18.000 Quadratmeter großen asiatischen Teils, der bis 2022 für zehn bis zwölf Millionen Euro entstehen soll. Nicht allein deswegen erhöht der Zoo am 1. März die Eintrittspreise.

Bernhard Biener

Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.

Passenderweise liegt der neue Asienteil im Südosten des 27 Hektar großen Zoogeländes, dessen Grenzen aber nicht überschritten werden. Stattdessen werden die Gehege umgebaut, die früher von Zebras, Giraffen und Elenantilopen genutzt wurden. Auch die heutigen Anlagen von Hirschziegenantilopen und Prinz-Alfred-Hirschen werden genutzt. Erstere teilen sich später das Gehege mit den Panzernashörnern, letztere sollen sich mit den Schabrackentapiren vertragen. Auch die Siamangs, eine Gibbonart, werden nicht allein leben. Zu ihren Füßen tummeln sich dann die Kurzkrallenotter.

Zoogeschichte schreiben

Damit folge der Zoo weiter dem Prinzip, Tiergesellschaften in großen Gehegen zu halten, sagte Gregor von Opel, Vorsitzender der von Opel Hessische Zoostiftung. Mit der Entscheidung für die Asien-Anlage schreibe man Zoogeschichte. Gefallen sei sie erst in der vergangenen Woche, als drei Architekten ihre Konzepte vorgestellt hätten, erläuterte Zoodirektor Thomas Kauffels. Man habe sich für das Büro entschieden, das schon die Afrika-Savanne und das Elefantenhaus geplant habe. Die ausstehende Präsentation sei auch der Grund gewesen, warum man das Vorhaben noch nicht Anfang des Monats bei der Jahrespressekonferenz angekündigt habe.

Einzelgänger aus Indien: ein Panzernashorn

Die geschätzte Bausumme reicht fast an das 2013 eröffnete, knapp 14 Millionen Euro teure Elefantenhaus heran. Die Finanzierung soll ähnlich wie damals auf drei Säulen ruhen: Angespartes Eintrittsgeld, Spenden und Krediten. Die Eintrittspreise erhöhen sich deshalb am 1. März um knapp elf Prozent. Die Einzelkarte für Erwachsene kostet dann 15,50 Euro statt 14 Euro, für Kinder zwischen drei und 14Jahren liegt sie bei 8,50 statt bisher 7,50 Euro. Von jeder Karte sollen drei Euro für die Finanzierung der Asien-Anlage abgezweigt werden.

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