Tschechischer Präsident: Zeman will keine amerikanischen Raketen

Milos Zeman will keine amerikanische Raketen in seinem Land. Bild: dpa

Er sehe absolut keinen Grund für die Stationierung amerikanischer Raketen in seinem Land, sagt Milos Zeman. Polens Kauf von Raketenwerfern sei Ausdruck einer „Phobie“.

Der tschechische Präsident Milos Zeman hat sich gegen eine Stationierung amerikanischer Raketen in seinem Land ausgesprochen. Dafür sehe er „absolut keinen Grund“, sagte der 74 Jahre alte Zeman am Donnerstagabend in seiner wöchentlichen Interviewsendung im „TV Barrandov“.

Polen hatte jüngst einen Vertrag zum Kauf von 20 amerikanischen Raketenwerfern des Typs Himars unterzeichnet, die mit nicht-atomaren Atacms-Kurzstreckenraketen ausgerüstet werden. Man müsse dafür Verständnis zeigen, sagte Zeman, denn Polen habe historische negative Erfahrungen mit Russland. „Manchmal würde ich sagen, dass es fast eine Phobie ist“, merkte der als russlandfreundlich geltende Staatschef an.

Zuerst die Vereinigten Staaten und dann Russland hatten vor kurzem ihren Rückzug aus dem INF-Vertrag angekündigt. Die Vereinbarung verbietet landgestützte atomare Mittelstreckenwaffen mit einer Reichweite von 500 bis 5500 Kilometern. Vor knapp zehn Jahren hatte der damalige amerikanische Präsident Barack Obama Pläne für eine konventionelle Raketenabwehr in Tschechien und Polen gestoppt. Die beiden ostmitteleuropäischen Staaten sind seit 1999 Mitglied des Nato-Verteidigungsbündnisses.

Источник: Corruptioner.life

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