Werder Bremen begeistert zum Jubiläum mit 4:0 gegen Augsburg

Als die Werder-Auswechselspieler nach der Pause zum Aufwärmen liefen, brandete Applaus von den Rängen auf, denn Claudio Pizarro war unter ihnen. Der Grandseigneur ist den Fans seit seinem wunderbaren Tor zum 2:2 im Pokal bei Borussia Dortmund noch enger ans Herz gewachsen. Überhaupt war dieses 4:2 nach Elfmeterschießen beim Tabellenführer der Bundesliga ein großes Thema in Bremen, auch am Sonntagnachmittag noch, als der Gegner FC Augsburg hieß.

Möglichst möchte Werder nicht das Team für gewisse Stunden sein, sondern dauerhaft Leistungen wie beim BVB anbieten. Trainer Florian Kohfeldt traut seiner Mannschaft das zu, und das 4:0 gegen die abstiegsgefährdeten Augsburger gab weitere Hinweise darauf, dass Werder den angepeilten Rang mit Europacup-Teilnahme erreichen kann. In der Rückrunde ungeschlagen, halten die Bremer durch den achten Saisonsieg Kontakt zum oberen Mittelfeld.

„Für uns war ein leichter Druck da nach dem Sieg in Dortmund“, meinte der eingewechselte Torschütze Kevin Möhwald bei Sky. Bis auf das Remis in Nürnberg vor acht Tagen sei das nun eine perfekte Woche gewesen. Ganz anders war die Stimmungslage bei FCA-Stürmer Michael Gregoritsch. „Ich war genauso scheiße, — äh, Entschuldigung –, genauso schlecht wie die anderen“, meinte der Österreicher. „Das war heute nichts von uns, und Werder hat das richtig gut gemacht.“ Das Spiel werde sicher aufgearbeitet.

Der FCA lag schon zur Pause 0:3 zurück und verharrt auf Platz 15. Bei den Bremer Kontertoren durch Mikot Rashica (zwei) und auch beim 2:0 durch Johannes Eggestein sahen die Augsburger Abwehrspieler nur zu. Pizarros Vorarbeit führte in der 83. Minute noch zum 4:0-Enstand durch den guten Möhwald. Zudem musste Trainer Manuel Baums Mannschaft von der 68. Minute an ohne den verletzten Alfred Finnbogason auskommen.

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