Wirecard klagt gegen Financial Times nach Manipulationsvorwürfen

Der Zahlungsanbieter Wirecard verklagt die „Financial Times“ (FT) nach deren Berichten über einen angeblichen Bilanzskandal des Unternehmens. „Wirecard geht rechtlich gegen FT und seine unethische Berichterstattung vor“, erklärte der Dax-Konzern aus Aschheim bei München am Freitag.

In den vergangenen Tagen hatten mehrere Berichte der Zeitung die Wirecard-Aktie mehrfach zum Absturz gebracht, Milliarden an Börsenwert wurde vernichtet. Wirecard hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen. Von der FT war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Anleger reagieren positiv

In dem jüngsten, am Donnerstag veröffentlichten Artikel, würden „Wirecard-Mitarbeiter mit unbewiesenen und falschen Behauptungen verleumdend verurteilt“, erklärte das Unternehmen am Freitag. „Wir werden alle verfügbaren rechtlichen Mittel einsetzen, um das Unternehmen und insbesondere unsere Mitarbeiter und deren Persönlichkeitsrechte zu schützen.“ Den strategischen Schritt nahmen Anleger positiv auf. Im Dax rückte die gebeutelte Aktie bis zum Freitagmittag daraufhin um 5,1 Prozent vor.

Ein Bericht der FT über angebliche finanzielle Unregelmäßigkeiten hatte der Wirecard-Aktie am Donnerstag noch zugesetzt.  Dieser hat Dokumentenfälschungen und Kontomanipulationen in Singapur in den Raum gestellt. Die Zeitung berichtete unter anderem unter Berufung auf ihr vorliegende Dokumente, zwei deutsche Top-Manager hätten „zumindest einige Kenntnis“ von den Vorfällen gehabt.

Schon am Montag hatte Wirecard in Bezug auf vorausgegangene Meldungen erklärt, dass eine Untersuchung der Anwaltskanzlei Rajah & Tann in Singapur keinerlei Belege für ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten gefunden habe.

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